Bosch investiert in Kryptowährung IOTA

iota

Die Robert-Bosch-Gruppe hat “eine signifikante Menge” von IOTA-Token erstanden. Damit will das Unternehmen die Zusammenarbeit mit dem Berliner Startup intensivieren, heißt es. Die Technologie die hinter IOTA steckt, eignet sich unter anderem auch für Validierungen im IoT.

Die Robert-Bosch-Gruppe investiert Wagniskapital in das Krypto-Startup IOTA. Das bestätigte jetzt die zuständige Investment-Abteilung Robert Bosch Venture Capital GmbH (RBVC).

Wie viele Token der Kryptowährung genau an Bosch gehen, ist nicht bekannt. Von offizieller Stelle heißt es lediglich “eine signifikante Menge”. Damit will das Unternehmen unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Berliner Startup intensivieren. “Wir arbeiten seit mehr als einem Jahr mit dem IOTA-Team zusammen. Ich bin sehr gespannt auf die innovative Technologien von IOTA, die möglicherweise die Standardtechnologie für die vertrauensvolle Kommunikation zwischen Maschine und Maschine, Sicherheit und Bezahlung im IoT-Bereich werden könnte”, so Dr. Hongquan Jing in einem offiziellen Statement. “Es wird viele Synergien zwischen Bosch und der IOTA-Stiftung geben, und ich freue mich darauf, in naher Zukunft mehr industrielle Adoptionen dieser Technologie zu sehen.”

Zwar hat Bosch in IOTA-Token, also in die Kryptowährung des Berliner Unternehmens investiert, die Partnerschaft dürfte aber über gewöhnliche Finanzgeschäfte hinausgehen. IOTA unterscheidet sich nämlich gleich in mehreren Punkten von anderen Digitaldevisen, allen voran Bitcoin. So basieren Bitcoin auf einer Blockchain und dient vorwiegend zur Abwicklung von Finanzgeschäften. Nicht so IOTA.

Je größer das Netzwerk ist, desto schneller werden die Transaktionen validiert
Statt auf eine Blockchain, setzt das Unternehmen auf eine sogenannte Tangle-Struktur. Den Ursprung bildet die sogenannte “Genesis”. Diese allererste Transaktion hat alle jemals verfügbare IOTA-Token ausgegeben. Anders als bei Bitcoin müssen neue Einheiten also nicht erst noch errechnet werden, sondern die gesamte Menge ist von Anfang an vorhanden. Bei einer Transaktion von IOTA-Token muss der Trader nun zwei andere Transaktionen bestätigen. Nur so wird die eigentliche Überweisung legitimiert. Um hierbei die Gefahr von Spam einzudämmen, muss ein kleines Krypträtsel in Form einer Zahlenkombination gelöst werden.

Anders als bei der Blockchain, bei der die Hashwerte immer aus dem vorangegangenen Hash errechnet werden, validiert das IOTA-Tangle also nur bereits getätigten Transaktionen. Während bei der Blockchain mit zunehmender Größe des Netzwerkes die Berechnungen komplizierter und langwieriger werden, ist das bei IOTA genau umgekehrt. Je mehr Nutzer vorangegangene Transaktionen bestätigen, desto schneller geht es.

Das ist auch genau der Grund, warum diese Tangle-Technologie neben Finanztransaktionen auch interessant ist für andere Validierungsprozesse, wie etwa bei der Kommunikation zwischen Maschinen im IoT.

“Bosch und IOTA sind seit 2015 in Kontakt und arbeiten an mehreren Fronten zusammen”, sagt David Sønstebø, Mitbegründer von IOTA in einem offiziellen Statement. “Die Entscheidung von RBVC, eine signifikante Menge an IOTA-Token zu erwerben, festigt die Idee der Maschinenwirtschaft und wie bedeutende Führungskräfte in diesem Bereich unsere Vision teilen.”

Quelle: www.com-magazin.de

Zusammenhängende Posts

Leave a Comment