US-Startup will Geräte per Funkwellen laden

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Das US-Startup Energous will mobile Geräte sowie IoT-Endpunkte künftig kabellos über Funkwellen laden. Die dafür notwendigen Transmitter lassen sich ganz unauffällig im Raum oder sogar in größeren Geräten integrieren.

Das US-Startup Energous will eine Technologie entwickelt haben, die Geräte über eine Distanz von bis zu fünf Metern kabellos über Funkwellen lädt. Bisher war zum kabellosen Laden immer noch zumindest eine physische Verbindung zu einem Induktions-Lade-Pad nötig. Dies soll mit der neu entwickelten Methode nun obsolet werden.

Um Energie mit der sogenannten “Wattup”-Methode per Funkt zu übertragen, ist ein spezieller Transmitter notwendig. Dieser kann frei wählbar im Raum platziert werden oder sogar in Lautsprechern und andere Geräte integriert werden.

Die Geräte verbinden sich per Bluetooth mit dem Transmitter. Softwaregestützt kann der Anwender nun bestimmen, welche Geräte zu laden sind. Wird gerade kein Gerät mit Strom versorgt, sendet der Transmitter auch keine Funkwellen.

Aufspannung eines Mesh-Netzwerks von Transmittern möglich
Grundsätzlich unterscheidet das Unternehmen zwischen drei Übertragungstechniken, aufgeschlüsselt nach Entfernung zwischen Transmitter und zu ladendem Gerät. Die größte Distanz schafft demnach der sogenannte Far Field Wattup Transmitter. Damit können Geräte im Umkreis von bis zu fünf Metern geladen werden. Hierbei ist es auch möglich, mit mehreren Transmittern ein Mesh-Netzwerk zum Laden aufzuspannen.

Der “Mid Field Wattup Transmitter” wiederum erlaubt einen Abstand von bis zu einem Meter. Dieser eignet sich zum Beispiel für PC-Zubehör wie Funktastaturen und Mäuse mit integriertem Akku. Die dritte Methode nennt Energous “Near Field”. Dabei handle es sich um den kleinsten und kostengünstigsten Transmitter der Reihe. Dieser muss in unmittelbarer Nähe des Gerätes platziert werden, kann aber zum Beispiel direkt in einen Laptop, ein Tablet oder auch in eine Spielekonsole integriert werden.
Während des Ladevorgangs sendet der Transmitter Funkwellen auf einer Frequenz von 5,850 GHz bis 5,875 GHz. Die herkömmliche WLAN-Frequenz liegt in der Regel unter 5,850 GHz und wird somit nicht durch die Funkwellen gestört. Dies wurde nun auch von der Federal Communication Commission (FCC) in den USA mittels eines Zertifikates bestätigt

Die Wattup-Technologie eignet sich vor allem zum Laden von kleineren Geräten wie Smartphones, Tablets, Wearables, LED-Lampen sowie kleinen IoT-Geräten.
Wie die kabellose Ladetechnik im Detail funktionieren soll und wie hoch die Effizienz der Übertragung ausfällt, hat der Hersteller bisher noch nicht kommuniziert. Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas will das Start-up weitere Informationen im Rahmen einer großen Vorstellung liefern.

Quelle: www.com-magazin.de

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